Wie ADCADA auf die Warnliste Geldanlage von Finanztest gekommen ist

Diesmal möchten wir den Spieß einmal umdrehen und von unseren Erfahrungen berichten. Genau gesprochen: von unseren Erfahrungen mit Finanztest von Stiftung Warentest. Die Finanzprodukte von adcada.money stehen schon länger unter Beobachtung der Verbraucherzentrale Hessen und von Finanztest. Bisher sind wir den Weg gegangen, hinter der Kulisse den persönlichen Kontakt zu den Kontrolleuren zu suchen. Nun haben wir uns entschieden, in die Öffentlichkeit zu treten und unsere Seite kundzutun.

 

Das ist passiert:

ADCADA bietet privaten Investoren seit Firmengründung 2015 die Möglichkeit an, ihr Vermögen in das Wachstum des Unternehmens und in dessen Immobilien anzulegen. Dafür werben wir selbstverständlich im Internet. Die Problematik: ADCADA wurde zweifach für angeblich „irreführende Werbung“ von den Marktwächtern der Verbraucherzentrale Hessen im Jahr 2018 abgemahnt.

Wir können der Komplexität der Fälle an dieser Stelle nicht gerecht werden, versuchen aber, die Kerninhalte logisch sinnvoll und korrekt abzubilden. Die erste Abmahnung bezog sich auf den Wortlaut „Festgeldanlage“, die zweite auf die Phrase „Festgeld-Alternative“ in Kombination mit „Geldanlage, die die Sicherheit klassischer Festgeldanlagen mit sich bringt“. Wie Marktwächter Wolf Brandes in seiner Berichterstattung auf der Internetseite der Verbraucherzentrale Hessen korrekt beschreibt, haben wir die erste Werbung eingestellt und sind bei der zweiten auf das Missverständnis gestoßen, dass in der öffentlichen Berichterstattung, z.B. bei Brandes selbst, oftmals nur davon gesprochen wird, dass „die clevere Festgeld-Alternative“ eine für sich alleinstehende, beanstandete Werbeformulierung ist. Dies ist aber nicht der Fall. Abgemahnt wurden wir ausdrücklich für die Kombination zu dem angeführten Sicherheits-Slogan. Das bedeutet, dass uns keineswegs untersagt ist, mit „Festgeld-Alternative“ zu werben. Laut Duden ist eine „Alternative“ eine „zweite, andere Möglichkeit“. Und genau die bieten wir mit unseren Finanzprodukten.

Ärgerlich, aber akzeptabel bis dahin. Wir haben daraufhin Kontakt zu Herrn Wolf Brandes von der Verbraucherzentrale Hessen gesucht, der uns auch Rede und Antwort stand. Wir entschieden uns zu diesem Zeitpunkt gegen ein Wenden an die Öffentlichkeit, um die nicht gänzlich richtig dargestellten Zusammenhänge zu korrigieren. Nun wurden wir aber von einem unserer Anleger, der natürlich besorgt um sein Geld war, darauf hingewiesen, dass wir aufgrund der Abmahnung der Verbraucherzentrale auf der „Warnliste Geldanlage“ von Finanztest, der kritischen Tochter von Stiftung Warentest, gelandet sind.

 

Ein Platz auf der Warnliste Geldanlage

Auf der Warnliste, so schreibt Finanztest selbst, sind „negativ bewertete […] Geldanlageangebote aufgelistet“. Welche Maßstäbe dafür gesetzt werden, erschließt sich uns zugegeben nicht ganz. Dennoch Fakt ist: An keiner Stelle hat sich Finanztest persönlich an uns gewendet. Gilt in Deutschland nicht der Grundsatz, von der Unschuld des Betroffenen auszugehen?

Um auf die Warnliste zugreifen zu können, müssen übrigens 2,50 € bezahlt werden. Kein großer Betrag, sicher. Die „Recherche“ über uns dürfte die Redakteurin, die uns im Zuge der Entscheidung, die adcada GmbH auf die Warnliste Geldanlage zu setzen, aber keinen müden Cent gekostet haben. Zumindest kam bei uns Unverständnis dafür auf, das auf Basis einer Berichterstattung aus dem Hause der Marktwächter Finanzen direkt die Entscheidung gefällt wurde, uns als Firma abzustrafen – so jedenfalls der Eindruck, den wir vermittelt bekommen haben. Wir haben uns unsrerseits gefragt, ob die Gründe der Abmahnung durch die Verbraucherzentrale Hessen gegengeprüft worden sind. Daher haben wir den Kontakt zur Finanztest-Redakteurin Ariane Lauenburg gesucht, mit dem Versuch, Ihr das Unternehmen ADCADA nahe zu bringen, um somit ihre Einschätzung der geringen Seriosität zumindest zu hinterfragen.

 

Der Kontakt zu den Kontrolleuren

Die Antwort kam prompt am nächsten Tag. Kein Einlenken, ganz im Gegenteil. Unsere aktuelle Werbung wurde erneut kritisiert, mit der Begründung, es könne eine Garantie für feste Zinsen „suggeriert“ werden.

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Schwarz auf weiß finden sich auf unserer Webseite keine Wörter, die von „Garantie“ oder „absoluten Sicherheiten“ sprechen. Da wurden wir doch stutzig: Genügt das persönliche Empfinden eines – oder vielleicht mehrerer – Finanztest-„Kontrolleure“, um solch eine Entscheidung zu treffen und eine Firma nachhaltig, nämlich für zwei Jahre, wenn man erstmal auf der Warnliste steht, abzustrafen?

Eben dies haben wir Frau Ariane Lauenburg in einer Presseanfrage gefragt. Unsere Fragen wurden beantwortet mit dem Hinweis, dass es ihre „satzungsmäße Aufgabe“ sei, „Verbraucher vor solchen Angeboten zu warnen“. Die Stiftung Warentest „ist Fördermitglied des Verbraucherzentrale Bundesverband e.V. (vzbv)“. Weiterhin „verfolgt [Stiftung Warentest] die Arbeit des vzbv und der einzelnen Verbraucherzentralen intensiv und kontinuierlich und pflegt mit ihnen eine regelmäßige Zusammenarbeit.“ So erklärt sich auch die Verbindung zwischen test.de und den Verbraucherzentralen. Insoweit hätten sie „selbstverständlich im Zusammenhang mit der Berichterstattung Kontakt zur Verbraucherzentrale Hessen“ gehabt. Von dort hätten sie „die Informationen über die Abmahnung [ADCADAs] wegen irreführender Werbung erhalten.“

Auf die Frage, warum man keinen Kontakt zu uns als Firma gesucht hat, bevor berichtet wurde, antwortete Fr. Lauenburg, das es „um unseriöse Werbung für Produkte [gehe], die anders als die Festgeldwerbung suggeriert, Anlegern auch Verluste bringen können.“ Sich mit dem dahinterstehenden Unternehmen zu befassen, scheint der Antwort folgend, überflüssig. Auf der Warnliste steht dennoch der Name des Unternehmens. An dieser Stelle stoßen wir außerdem wieder auf den „Festgeldvorwurf“, wo wir nur noch einmal hervorheben können, die Werbung mit „Festgeld“ sofort eingestellt zu haben, was auch Wolf Brandes von der Verbraucherzentrale so richtig schreibt. Anders gestaltet es sich bei „Festgeld-Alternative“, wie zuvor detailliert ausgeführt. Was wir andrerseits sehr wohl ernst nehmen, ist folgender Satz von Fr. Lauenburg: „Die Adcada-Werbung hat bei Verbrauchern den Eindruck erweckt, dass es hier um eine Festgeldanlage geht, bei der kein Geldverlust möglich ist.“ Wenn es um unsere Kunden geht, wollen wir immer ein offenes Ohr haben. Von unserer Seite aus zeichnet sich eine jahrelange Zufriedenheit aus. Daher wollen wir die Aufnahme auf die Warnliste nicht unkommentiert lassen.

 

Übrigens...

Stiftung Warentest hat vor Kurzem, wie Spiegel Online berichtete, im Zusammenhang mit einer Klage von Amazon über nicht markierte bezahlte Bewertungen erklärt, warum Kundenmeinungen auf Portalen wie Amazon oftmals weit auseinander liegen. In diesem Kontext haben sie eine Warnung ausgesprochen, nicht zu sehr auf Kundenbewertungen zu vertrauen. Wir kommen nicht umhin, die Bewertungsmaßstäbe der Stiftung selbst zu hinterfragen. In jedem Fall kann es sich nur als klug herausstellen, an eine jede Bewertung mit gesunder Skepsis heranzugehen. Das möchten wir Interessenten unserer Geldanlage ans Herz legen.